Biografie

Craig Herbertson

Das Licht der Welt erblickte ich in Edinburgh, Schottland, im Kreise einer Familie mit langer musikalischer Tradition. Man kennt mich heute als Sänger von schottischen und irischen Liedern, allerdings erstreckt sich mein Repertoire als Gitarrist über die gesamte Bandbreite von Jazz und Folk.

Als Sohn eines Jazztrompeters machte ich früh Bekanntschaft mit dem Swing. Mein Onkel spielte in einer Skiffleband und meine Großeltern traten im Theater und im Varieté auf, während sie sich autodidaktisch als Folkmusiker und Sänger profilierten.

Zu Beginn meiner Musikerkarriere spielte ich in experimentellen Bands wie dem schottischen New-Wave-Projekt „The Androids“, das nicht nur im „New Musical Express“ rezensiert, sondern auch bei der BBC im Radio gespielt wurde, sowie der Funk-Reggae-Band „I Giggle When I’m Tickled“ aus Manchester.

Später entdeckte ich meine Folkwurzeln wieder und spielte u.a. mit „The Keltix“, die es bei der BBC sogar bis in’s Fernsehen schafften. Auch spielte ich in „Scotland the Band!“. Ich sammelte Erfahrungen als Straßenmusiker in Europa und Amerika, von der Pariser Metro bis zu den Flussdampfern auf dem Mississippi; in dieser Zeit lernte ich das Fiddle-, Mandolinen-, Banjo-, Pennywhistle- und Klavierspielen.

Auf der Straße fühlte ich mich ebenso wohl wie in traditionellen Folksessions oder vor tausenden Zuhörern. Bis heute trete ich gerne auf, sowohl solo als auch als Duo mit Ed Westerdale oder Trio mit „Fiddle & Feet“. Unterstützung finde ich auch bei der traditionellen schottischen Band „Scotch 4“ oder meinen eigenen Musikern: „Craig Herbertson – The Band“.

Irgendwann bekam ich eine Einladung, mit der spektakulären Tanzshow „Celtic Life“ auf Tournee zu gehen, was ich mir nicht zweimal sagen ließ. Die Show zog durch Deutschland und gab mir dazu die Möglichkeit, im Vorprogramm von Chris de Burgh „Loch Lomond“ zu Hause in Schottland („Hopetoun House“) zu singen. Als Schotten im Exil machte mir das natürlich viel Freude; es gibt schlichtweg nichts Inspirierenderes als eine „Geschäftsreise“ in die Heimat!

So begann ich nach Jahren des künstlerischen Vakuums damit, Solo-Alben aufzunehmen. Die bekanntesten CDs ergänzten sich zu einer „Schottischen Trilogie“: „Hearts of Glory“ (mit Ed Westerdale), „Lord of Whisky“ und „A Health to the Ladies“, die von den Kritikern gefeiert wurde. Im Jahre 2011 war es mir eine Freude, zusammen mit Andrew Cadie eine neue CD mit dem Titel „Communication Breakdown“ aufzunehmen.

Ich hatte die Ehre und das Glück, vor mehreren irischen und britischen Botschaftern aufzutreten, dazu auf Veranstaltungen von Weltkonzernen, Highland Games, Festivals, Millionärsparties, festlichen und legeren Hochzeiten, Geburtstagen und Straßenparties. Die Musik ist mein Leben.

Kann das Leben besser sein?